Sie haben Fragen?

Express Kontakt

Blog

Allgemein

Veröffentlicht am 29.10.26

GoBD-Verfahrensdokumentation: Darauf sollten Unternehmen 2026 achten

Warum die GoBD-Dokumentation 2026 wichtig ist 

Im Jahr 2026 gehört eine aktuelle Verfahrensdokumentation weiterhin zu den wesentlichen Grundlagen einer nachvollziehbaren digitalen Buchführung. Die GoBD verlangen, dass steuerlich relevante Abläufe so beschrieben sind, dass ein sachverständiger Dritter sie in angemessener Zeit verstehen und prüfen kann. 

Welche Inhalte vollständig beschrieben sein müssen 

Ein wesentlicher Punkt im Jahr 2026 ist die laufende Aktualisierung. Änderungen an Software, Prozessen, Berechtigungen, Schnittstellen oder Archivierung müssen zeitnah in der Dokumentation berücksichtigt werden. Frühere Fassungen und Änderungen sollten nachvollziehbar versioniert sein. 

Erfasst werden sollten vor allem die Abläufe rund um Entstehung, Erfassung, Verarbeitung, Speicherung, Aufbewahrung und gegebenenfalls Vernichtung steuerlich relevanter Unterlagen. Dazu gehören auch eingesetzte Systeme, Schnittstellen, Zuständigkeiten und Kontrollen. 

Aktualität und Änderungen nachvollziehbar festhalten 

In der Praxis umfasst eine belastbare Verfahrensdokumentation typischerweise eine allgemeine Beschreibung, Anwenderdokumentationen, technische Systemdokumentationen und Betriebsdokumentationen. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung einzelner Kapitel, sondern dass der tatsächliche Prozess vollständig und nachvollziehbar abgebildet wird. 

Digitale Belege und E-Rechnungen berücksichtigen 

Auch das interne Kontrollsystem gehört zum Gesamtbild. Freigaben, Plausibilitätsprüfungen, Zugriffsrechte, Datensicherung und Schutz vor unbemerkten Veränderungen sollten nicht nur eingerichtet, sondern verständlich dokumentiert sein. 

Kontrollen und Verantwortlichkeiten dokumentieren 

Seit der Einführung der obligatorischen E-Rechnung im inländischen B2B-Bereich gewinnt außerdem die Verarbeitung strukturierter Rechnungsdaten weiter an Bedeutung. Unternehmen sollten beschreiben, wie elektronische Rechnungen eingehen, verarbeitet, unverändert aufbewahrt und für Prüfungen verfügbar gemacht werden. 

Die Verfahrensdokumentation ist damit kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufend zu pflegendes Dokument. Eine regelmäßige Überprüfung reduziert Risiken bei Betriebsprüfungen und hilft zugleich, Verantwortlichkeiten und digitale Prozesse im Rechnungswesen transparent zu halten. 

Hinweis: Grundlage sind die GoBD in der 2026 geltenden Fassung, einschließlich der Änderungen vom 14. Juli 2025. Der Beitrag ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. 

Sie verwenden einen veralteten Browser. Laden Sie sich hier einen neuen herunter!