Allgemein
Veröffentlicht am 28.08.26
KI-Governance nach dem EU AI Act: Was Unternehmen 2026 dokumentieren sollten
Mit dem EU AI Act wird eine strukturierte KI-Governance für Unternehmen zunehmend wichtig. Die Verordnung gilt grundsätzlich seit dem 2. August 2024, wobei einzelne Vorschriften früher und andere später anwendbar werden. Viele Regelungen greifen ab dem 2. August 2026. Unternehmen sollten deshalb ihre KI-Landschaft rechtzeitig überprüfen.
Welche Anforderungen tatsächlich gelten, hängt insbesondere von der Risikokategorie eines KI-Systems und von der Rolle des jeweiligen Unternehmens ab. Eine klare Einordnung ist daher der erste Schritt für geeignete Governance-Maßnahmen.
KI-Governance: Kontrollen nach dem EU AI Act dokumentieren
Der EU AI Act unterscheidet Anforderungen nach dem jeweiligen Risiko. Deshalb müssen nicht alle KI-Systeme mit denselben Kontrollen versehen werden. Besonders relevant sind Hochrisiko-KI-Systeme. Unternehmen sollten zunächst Transparenz schaffen und dokumentieren, welche KI-Systeme genutzt werden, welchem Zweck sie dienen, wo sie eingesetzt werden und wer Verantwortung trägt.
Risikomanagement und Daten als Governance-Bausteine
Für Hochrisiko-KI-Systeme sieht die Verordnung ein Risikomanagementsystem vor. Risiken sind systematisch zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu adressieren. Darüber hinaus ist die Qualität der verwendeten Daten zu berücksichtigen. Je nach System bestehen Vorgaben für Trainings-, Validierungs- und Testdatensätze.
Kontrollprozesse und menschliche Aufsicht
Hochrisiko-KI-Systeme müssen technische Protokollierung ermöglichen, damit relevante Abläufe im Betrieb nachvollziehbar bleiben. Ebenso wichtig ist eine geeignete menschliche Aufsicht. Unternehmen sollten dafür Zuständigkeiten, Kontrollschritte und Eskalationswege festlegen. Wer ein entsprechendes System als Betreiber nutzt, muss zusätzlich die für Betreiber geltenden Vorgaben berücksichtigen und insbesondere die Gebrauchsanweisung beachten.
FAQ zum EU AI Act
Ab wann gilt der EU AI Act?
Grundsätzlich gilt die Verordnung seit dem 2. August 2024. Die praktische Anwendbarkeit der Vorschriften erfolgt jedoch schrittweise.
Ist KI-Governance für jedes System identisch?
Nein. Welche Kontrollen notwendig sind, hängt insbesondere von der Risikokategorie und der Rolle des Unternehmens ab.
Welche Governance-Dokumentation ist sinnvoll?
Hilfreich sind ein Systeminventar, klare Zuständigkeiten, dokumentierte Risikobewertungen sowie Kontroll- und Eskalationsprozesse.
Warum ist die Unternehmensrolle wichtig?
Anbieter und Betreiber können unterschiedlichen konkreten Pflichten unterliegen.
Fazit
Eine nachvollziehbare KI-Governance verbindet technische und organisatorische Kontrollen. Unternehmen sollten Systeme erfassen, Risiken einordnen und Verantwortlichkeiten klar festlegen. Damit können die Vorgaben des EU AI Acts zielgerichtet in bereits vorhandene Kontrollstrukturen eingebunden werden.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und fachlich redaktionell geprüft.